Biografie

Horst Lamnek, Bassbariton

Horst Lamnek wurde 1977 in Wien geboren. Mit Auszeichnung schloss der Bassbariton im Jahr 2004 seine Gesangsstudien an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien ab. Seine Lehrer waren Leopold Spitzer (Sologesang), Reto Nickler und Ivan Parik (Oper), sowie Charles Spencer (Lied). Meisterkurse absolvierte Horst Lamnek bei Brigitte Fassbaender und Dietrich Fischer-Dieskau und arbeitete mit Nicolai Gedda und Horst Günter, seit 2005 wird er stimmtechnisch von Wicus Slabbert beraten.

Horst Lamnek erhielt 1999 das Bayreuth-Stipendium der Richard-Wagner-Stiftung, 2001 den Sonderpreis beim Gradus-Ad-Parnassum-Wettbewerb in Innsbruck und war dreifacher Preisträger des Ada Sari-Wettbewerbs 2003 in Nowy Sacz/Polen.

Oper und Operette

In der Saison 2003/04 war Horst Lamnek am Internationalen Opernstudio Zürich engagiert, ab 2004 sang er im Ensemble des Ulmer Theaters, seit 2006 ist Horst Lamnek freischaffend tätig.

Sein bisheriges Repertoire umfasst Partien von älterer Musik, wie Giove in Cavallis LA CALISTO, über die Bassbaritonpartien in den Opern Mozarts (Figaro in LE NOZZE DI FIGARO, Leporello in DON GIOVANNI oder Don Alfonso in COSI FAN TUTTE), Don Magnifico in Rossinis LA CENERENTOLA, bis zu Prokofjew (DIE LIEBE ZU DEN DREI ORANGEN), Poulenc (DIALOGUES DES CARMELITES) zeitgenössischer Oper (Dr. Reischmann in Henzes ELEGIE FÜR JUNGE LIEBENDE) und Operette (Frank in Strauß’ DIE FLEDERMAUS, Baron Mirko Zeta in Lehárs DIE LUSTIGE WITWE oder Fürst Ypsheim in WIENER BLUT).

Der Bassbariton arbeitete u. a. mit den Regisseuren Andreas Homoki, Reto Nickler, Sven-Eric Bechtolf, Matthias Hartmann sowie mit den Dirigenten Stefan Soltesz, Andrés Orozco-Estrada, Stefan Blunier, Marcello Viotti, Peter Schneider, Martin Haselböck  und Franz Welser-Möst zusammen.

Horst Lamnek gastierte in Bonn, Essen, Regensburg, Wiesbaden, Hagen und an der Komischen Oper Berlin, wo er im Frühjahr 2008 als Sparbüchsen Bill (AUFSTIEG UND FALL DER STADT MAHAGONNY) debütierte. In den folgenden Saisonen wurde er zudem als Leander (LIEBE ZU DEN DREI ORANGEN von Sergej Prokofjew) und als Gefängnisdirektor Frank (DIE FLEDERMAUS) engagiert.

2009 sang er weiters am Theater Hagen den Coronel und die Colette von Daniel Catán (SALSIPUEDES, europäische Erstaufführung) und Don Magnifico (LA CENERENTOLA). Im Sommer und Herbst 2009 folgten Conte di Ceprano (RIGOLETTO) im Römersteinbruch St. Margarethen sowie Baron Zeta (LUSTIGE WITWE) bei den Herbsttagen in Blindenmarkt.

Ein Höhepunkt der vergangenen Saison war die Eröffnung des Musik-Festivals Grafenegg, wo Horst Lamnek neben Anja Kampe und Falk Struckmann den Minister (Don Fernando) in einer konzertanten Aufführung von Beethovens FIDELIO sang.

In der laufenden Saison stehen u.a. Don Magnifico (Potsdam und Brandenburg), Leander (Komische Oper Berlin und Bonn) sowie Lorenzo in CAPULETI E I MONTECCHI (Essen) auf dem Programm des Künstlers.

In der Spielzeit 2011/12 sind weitere Produktionen an der Komischen Oper in Berlin geplant.

Lied und Oratorium

Seit 1999 gibt Horst Lamnek regelmäßig Liederabende und Konzerte in Österreich, der Schweiz, Slowenien, Italien und Deutschland mit dem Werk von Hugo Wolf als Schwerpunkt. Anlässlich des 100. Todestages von Wolf führte er das ITALIENISCHE LIEDERBUCH mit Charles Spencer in Brezice/Slowenien und Erba/Italien auf.

2006 sang der Künstler den Oberpriester in Mozarts THAMOS in Lugano (Schweiz) im Rahmen einer Radio- und Fernsehproduktion des Schweizer Senders RTSI mit dem Barockensemble I Barocchisti unter der Leitung von Diego Fasolis. Im selben Jahr gab der Bassbariton sein Debüt bei der Wiener Akademie unter der Leitung von Martin Haselböck mit Konzertarien von W. A. Mozart.

Weitere Konzertauftritte führten Horst Lamnek unter anderem 2006 nach Budapest (FAURÉ-REQUIEM) und Athen (LES NOCES von Igor Stravinsky), 2007 nach Villars-sur-Glane/Schweiz (Bachs MAGNIFICAT) sowie 2008 nach Lübeck, wo er die Bass-Arien in der MATTHÄUSPASSION sang. Es folgten 2009 Schuberts WINTERREISE in Wien und Mendelssohn-Bartholdys ELIAS sowie Händels MESSIAS in Bad Reichenhall.

Mit der H-MOLL-MESSE von J. S. Bach und dem Europäischen Konzertchor unter Joshard Daus debütierte Horst Lamnek im April 2010 in der Glocke in Bremen und in der Philharmonie Berlin.